Am 20.5.2009 besuchte der Physik-LK der K12 die ortsansässige Firma CADFEM, die sich auf die Simulation physikalischer Probleme spezialisiert hat.
Zunächst bekamen wir die typische Atmosphäre der IT-Firmen zu spüren, mit all ihren Regenerations- und Aufenthaltsräumen, kurz das, was manchen von uns in ihrem späteren Berufsleben ihre tägliche Umgebung sein wird. Nach einem kleinen Rundgang durch die Räumlichkeiten der Firma landeten wir im Konferenzraum, wo wir zunächst mittels einer Powerpointpräsentation (in englischer Sprache) in die Firmengeschichte, den Ursprung und den Markt dieser Branche eingeführt wurden. Die Möglichkeit der Simulationsanalyse war erst nach der Erfindung leistungsfähiger Rechner möglich. Wo früher Hunderte von Crashtest durchgeführt werden mussten, kann man heute schon vor der tatsächlichen Fertigung fehlerhafte Konstruktionen ausschließen und somit Material und Aufwand sparen. Die heute gefertigten Prototypen genügen fast immer in ausreichendem Maße den Anforderungen des Verkehrsrechts und machen somit lange Crashtestserien im großen Stil unnötig.
Der Besuch diente aber nicht nur dazu, den Schülern des Leistungskurses die Firma CADFEM vorzustellen, sondern auch dazu, etwaige gemeinsame Projekte zu planen. So ist eine intensivere Zusammenarbeit mit CADFEM geplant, um komplizierte Sachverhalte mit entsprechendem visuellen Material darstellen zu können und somit die Facharbeiten der Kollegiaten und das Unterrichtsgeschehen zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurden wir auch in groben Zügen mit der von CADFEM verwendeten Software vertraut gemacht. Es wurde uns gezeigt, welche Berechnungen mit dieser Software möglich sind und wie danach eine dementsprechende Auswertung aussehen können. So könnten zum Beispiel auch die Langzeitprojekte die im G8 anstehen, von der Firma unterstützt werden. Natürlich sieht die Firma CADFEM hinter diesen ganzen Planungen und Versorgungen der Schüler auch ein ganz einfaches Motiv, eventuelle Kandidaten früh zu filtern und dann direkt nach der Schule in den Betrieb einzugliedern.
Neben der kurzen Einführung wurden wir deshalb auch mit der prognostizierten Entwicklung der gesamten Branche vertraut gemacht und kostenlos mit Speis und Trank versorgt. Man möchte die Schüler ansprechen und ihnen die attraktiven Seiten des Berufslebens zeigen. Zudem wurden wir in den Werdegang einiger Mitarbeiter eingeweiht und durften so hinter die Kulissen der Firma blicken.
Doch das alles kann man als gegenseitiges Abtasten zwischen zwei gesellschaftlichen Bereichen sehen, die zwar nie weit voneinander entfernt waren, jedoch letztlich Welten trennten.
Im Großen und Ganzen lässt sich festhalten, dass man diese Partnerschaft durchaus als einen Schritt in die Zukunft sehen kann und muss. Denn wie die Verantwortlichen der Firma CADFEM, in unserem Falle der Firmenchef persönlich, ganz klar aufzeigten, wird die Technik in Deutschland immer wichtiger werden: Know-how war schon immer eines der wesentlichen Produkte, die aus Deutschland in die Welt exportiert wurden. Doch genau dort fangen andere Länder bereits an, uns zu überholen. Somit wird der frühe Einstieg in die Technik aber auch die Sprache Englisch, für uns Schüler immer wichtiger werden.
Als krönenden Abschluss eröffnete uns CADFEM, dass bereits Räumlichkeiten für die Schüler geplant seien, um uns Zugang zu ihrer Simulationssoftware gewähren zu können. Diese Räume sollen dann zu jeder Zeit den Schülern zugänglich sein, und die Schule wird nach deren Fertigstellung auch einen Schlüssel überreicht bekommen. Die Nachwuchsförderung wird bei CADFEM groß geschrieben. Fast nebenher bekamen wir auch noch ein programmierbares Robotersystem in Aussicht gestellt.
Christian Dirnberger K12