Klicken Sie auf das gewünschte Thema
Fachlehrer
Ziele und wesentliches Charakteristikum des Faches
Schwerpunkte in Mittel- und Oberstufe
Berufskundliche Aktivitäten
Verknüpfung von Wissensvermittlung, Kompetenzen und Werteerziehung
Wahlkurs Berufswahl und -orientierung
Börsenspiel
Projekt Junior
Schnupperpraktikum
Zielsetzung
Erfahrungen mit dem Schnupperpraktikum 2005
Schnupperpraktikum 2005 und 2006 aus Lehrersicht
Feedback gesucht, oder: Was kann ich eigentlich besser als andere?
Schnupperpraktikum 2007 Elternabendinfo [66 KB]
Wahlkurs "Erfolgreiche Bewerbung" [29 KB]
Fachschaft Wirtschaft
- Hesse Ina (Fachbereichsleiterin)
- Kaupa Harald
- Pfeiffer Cornelia
- Pignot Susanne
- Steininger Johanna
- Vogel Kerstin
| Zum Vergrößern hier klicken |
Ziele und wesentliches Charakteristikum des Faches
Ziel des Fachunterrichts Wirtschafts- und Rechtslehre ist es, die Fähigkeit zu fördern, wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen zu beurteilen, ökonomische Entscheidungen sachkundig und verantwortungsbewusst zu treffen und aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen. Aufgrund des ständigen gesellschaftlich und politisch bedingten Wandels – sei es durch Änderungen im Schuldrecht, die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung oder neue arbeitsmarktpolitische Instrumente und Reformen im Sozialwesen – hat Aktualität und direkter Lebensbezug absolute Priorität. Das Fach spiegelt durch seine Inhalte auch jüngere Änderungen unserer Umwelt stets wider und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern auf diese Art, jederzeit Bezüge im Alltag wiederzufinden. Mit seinem Praxisbezug hat das Fach eine Schlüsselstellung im Kontakt der Schule zur Wirtschafts- und Arbeitswelt.
Schwerpunkte in Mittel- und Oberstufe
Der Unterricht der Mittelstufe befasst sich vorwiegend mit einzel- und privatwirtschaftlichen sowie rechtlichen Themen aus der Erfahrungswelt der Schüler. Im Grund- und Leistungskurs stehen hingegen gesamtwirtschaftliche Sachverhalte (z.B. konjunkturpolitische Maßnahmen, weltwirtschaftliche Verflechtungen, Wachstums- und Strukturpolitik, Erhaltung de Umwelt) sowie rechtliche Fragestellungen (z.B. Wesen und Entwicklung des Rechts, Analyse von Rechtsnormen und Tatbeständen, Lösen von Rechtsfällen) im Vordergrund. Nur im Leistungskurs werden zudem noch betriebswirtschaftliche Inhalte (z.B. Beschaffung, Produktion, Absatz, Investition und Finanzierung) behandelt.
Berufskundliche Aktivitäten am Gymnasium Grafing
Allgemeinbildung = Bildung + Berufsbildung
Um möglichst viele Schüler möglichst wirklichkeitsnahe Erfahrungen machen zu lassen, ist es unser Ziel, sie über mehrere Jahre hinweg in berufskundliche Aktivitäten einzubeziehen und sie so mit zunehmendem Alter mit den jeweiligen Optionen vertraut zu machen. Dies kann im Rahmen des Fachunterrichts, in Form von unterrichtsbegleitenden Exkursionen wie auch über ein zusätzliches Angebot geschehen.
Folgende Angebote innerhalb und außerhalb des Fachunterrichtes im Fach Wirtschafts- und Rechtslehre tragen zur beruflichen Orientierung bei:
| Aktivität | Kurzbeschreibung |
|
Berufsinformationszentrum In der 10. Jahrgangsstufe möglich (Herbst) |
Gekoppelt mit dem Lehrplanbereich „Berufswahl“ im Fach Wirtschafts- und Rechtslehre wird das BIZ (Berufsinformationszentrum) besucht. Nach einem einleitendem Vortrag durch einen Mitarbeiter des Arbeitsamtes bearbeiten die Schüler Erkundungsaufträge. |
|
Projekt „Bewerbung“ In der 10 Jahrgangsstufe möglich (Herbst) |
Projekt im Rahmen des Faches Wirtschafts- und Rechtslehre, in dessen Verlauf Schüler einen kompletten Berufswahlprozess bis zur Bewerbung auf eine reale Stelle durchlaufen (Zusammenarbeit mit der Fachschaft Deutsch) |
|
Schnupperpraktikum Jährlich, ganze Jahrgangsstufe |
einwöchiges Praktikum in Firmen der Umgebung Am Schuljahresende der 10. Jahrgangsstufe Schüler führen ein Berichtsheft Abschluss durch einen Workshop mit Ergebnispräsentation |
|
Planspiele à je nach Interessenlage der Schüler |
"Play the Market", "Banker", Projekt Junior, Börsenspiel der Sparkassen |
|
Bewerberseminar Jährlich, begrenzte Teilnehmerzahl |
Ein Referent erläutert und übt – auch mit Hilfe von Rollenspielen den Bewerbungsprozess von der Erstellung von Bewerbungsunterlagen bis zum Einstellungstest und dem Bewerbungsgespräch Angekoppelt ist ein Messebesuch mit Firmenkontaktgesprächen und Informationen zu ausgewählten Berufsfeldern Teilnahme am GEVA-Test ist möglich |
|
Wahlkurs Berufswahlorientierung und Bewerbungsstrategie Jährlich, begrenzte Teilnehmerzahl, ab der 10. Jahrgangsstufe |
Blockseminar mit den Schwerpunktthemen Studium/Universität; Bewerbungsstrategie; Studium im Ausland, Betriebliche Aus- und Weiterbildung Das Seminar wird begleitet durch Experten und Exkursionen Unterstützung und Beratung durch die Sparkasse Ebersberg Besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung von Präsentationsskills und Softskills verwendet. |
|
Berufsinformationsabend Alle 2 Jahre, ab der 9. Jahrgangsstufe empfohlen |
Auf einer „Berufsmesse“ können sich Schüler/innen und Eltern umfassend über Werdegang, Berufsbild, Arbeitsfelder und Karrieremöglichkeiten informieren. Über 40 Vertreter unterschiedlicher Berufe aus verschiedenen Fachbereichen stehen ihnen Rede und Antwort |
|
Orientierungsveranstaltung des Arbeitsamtes an der Schule Jährlich, Organisation durch den Beratungslehrer Herrn Frauendorfer |
Informationen zum Thema Bewerbung und Zulassung zum Studium für die 13. Jahrgangsstufe Einzelberatungen an der Schule durch eine Expertin des Arbeitsamtes nach Vereinbarung |
Verknüpfung von Kompetenzen und Werteerziehung
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit den wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen in der Sozialen Marktwirtschaft auseinandersetzen. Dabei stellen die rechtlichen Gegebenheiten in der Europäischen Gemeinschaft und die Bedeutung eines gemeinsam gestalteten Europas einen wesentlichen Beitrag zur politischen Bildung dar.
Die Rolle moderner Technologien für den Wohlstand eines rohstoffarmen und exportorientierten Landes wie auch die moderne Arbeitswelt sollen bewusst gemacht werden und nicht zuletzt auch Anlass sein, über Zielkonflikte zu diskutieren, sei es bezüglich Ökonomie und Ökologie oder auch Ökonomie und Gerechtigkeit. Realitätsbezogene Inhalte, Praxisnähe, Aktualität und die Darstellung der Arbeitswelt geben Einblick in die Bedingungen und Denkweise der Arbeitswelt und dadurch auch eine Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung. Dazu gehört auch die Einsicht, dass man mit einer erfolgreichen wirtschaftlichen Tätigkeit nicht nur sich selbst verwirklicht, sondern auch zum Wohlstand der Gesellschaft beiträgt. Dies fördert Verantwortungsbereitschaft, soziale Sensibilität und Konfliktfähigkeit. Möglich wird die Vermittlung solcher Einsichten nur durch unterschiedliche Arbeitsmethoden, wie Fallstudien, Planspiele, Arbeiten mit Modellen, Gruppendiskussionen und vernetztes Denken. Hierbei ist auch der fächerübergreifenden Zusammenarbeit eine große Bedeutung zuzuschreiben. Querverbindungen zu Mathematik und Naturwissenschaften wie auch die Förderung des sprachlichen Ausdrucksvermögens und der Kommunikationsfähigkeit sollen einer zu frühen Spezialisierung vorbeugen und den Grundstock für eine breite Allgemeinbildung legen.
Zielgerichtetes Planen, entscheidungsorientiertes Verhalten und rationelles Arbeiten stellen ebenso eine Beitrag zur allgemeinen Studierfähigkeit und zur Persönlichkeitsbildung dar. Als heranwachsenden Staatsbürgern wird den Jugendlichen die Bedeutung von ausgewogenen Grenzen und Möglichkeiten innerhalb von wirtschaftlichen Systemen bewusst. Das Erfahren der Grenzen des wirtschaftlich machbaren und rechtlich Erlaubten wie auch die Einsicht in die Notwendigkeit nachhaltigen Wirtschaftens tragen nicht nur zu zur Bildung von ethischen Überzeugungen sondern auch von Eigenverantwortung in der Gesellschaft bei.
Berufswahlorientierung und Bewerbungsstrategie
Folgende Themen werden nach Absprache mit den Schülern in diesem Wahlkurs behandelt:
- Bewerbungsstrategien, Vorstellungsgespräche und Assessment Center Übungen
- Studium und Zugangsbestimmungen mit Möglichkeiten des Auslandsstudiums und einer Darstellung der europäischen Abschlüsse, evtl. auch über Praktika im Ausland
- Berufsfelder und Lernen im Betrieb mit Betriebserkundigungen und Informationsgesprächen
- Der Weg in die Selbstständigkeit, Innovationen und ihre Realisierung Weil die meisten der obigen Themen mit praktischen Übungen oder auch Exkursionen verbunden sind, die mehr Zeit in Anspruch nehmen als eine Unterrichts- (doppel-)stunde, finden über das Jahr verteilt 2 bis 3 Ganztagessitzungen statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 20 Schüler. Diese sollen den Kurs auch aktiv mitgestalten, so zum Beispiel indem sie eine Dokumentation der Veranstaltungen anfertigen, Ergebnisse präsentieren , Interviews miteinander und mit Referenten führen und für entsprechende Präsenz in der Regionalpresse beziehungsweise im Jahrebericht sorgen.
Börsenspiel 2005/2006
Börsenfieber? Bericht vom Börsenspiel 2005/06
Am 22. Februar wurde es bei der Abschlussveranstaltung in der Kreissparkasse Ebersberg immer klarer: Keine der 40 Spielgruppen des Gymnasiums Grafing konnte die erste Stufe des Siegertreppchens erklimmen. Hier fand das Humboldt Gymnasium Vaterstetten seinen wohlverdienten Platz und den Pokal. Allerdings waren wir im Landkreis mit dem 2. Platz (Spielgruppe June mit Julian Behmer und Nelson Müller) und dem 3. Platz (Börsengruppe PS mit Manuel Soukup und Bastian Pöschl) immer noch sehr gut aufgestellt. Die Gruppe June gewann dann auch noch den EuroStoxx-Tipp, der allein schon mit 100 € dotiert war. (Kleiner Ausgleich: in 23 Jahren Börsenspiel konnte das GG schon 11 mal die Siegergruppe stellen.)
Viel Freude machten auch dieses Jahr wieder die Namen der Spielgruppen: Von den „Last Prophets“ über „Black Hole“ und „Womanizer“ bis zu „Chronisch Pleite“ erweckten viele allerdings nicht gerade den Eindruck eines Börsenfiebers. Dass dieser Eindruck täuschen kann, beweist die Tatsache, dass das Gymnasium Grafing die meisten Preisgelder abgeräumt hat.
Im Gegensatz zum Vorjahr war die Entwicklung des DAX wesentlich freundlicher verlaufen, sodass insgesamt 65 % der Spielgruppen mit einem Plus abschließen konnten und ihr fiktives Startkapital von 50.000 € vermehrten. Das Referat von Herrn Wolf von der Sparkasse Ebersberg wies dann auch eine weiterhin optimistische Erwartungshaltung an die DAX-Entwicklung 2006 auf.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Kreissparkasse Ebersberg mit ihren Zweigstellen, die mit viel Freude und Engagement dieses jährliche Event perfekt organisiert!
Ina Hesse
Projekt Junior
Schüler gründen unter der Schirmherrschaft des Instituts der Deutschen Wirtschaft ein reales Unternehmen, das sie ein Jahr lang selbständig wie eine Aktiengesellschaft führen und wieder auflösen müssen Von der Entwicklung einer Produktidee bis zur Personalführung werden lebensnahe Erfahrungen gesammelt; Teamfähigkeit wie Eigenverantwortung werden gefördert.
Ein Unternehmen macht von sich Reden - die ebe-wizards.de. Junior: Junge Unternehmer initiieren, organisieren und realisieren
Zum ersten Mal hörte man im Oktober 2000 in den Gängen des Schulhauses Worte wie "Ist das Geld für den Server schon überwiesen?", "Ich habe die AGB noch mal durch einen Rechtsanwalt überprüfen lassen!" oder "Hoffentlich finden unsere Aktionäre unsere Powerpoint-Präsentation bei der Gründungshauptversammlung überzeugend!". Was sich hier anbahnte, war nicht etwa ein Planspiel sondern ein reales Unternehmen, das - einer Aktiengesellschaft nachempfunden - die engagierte Gruppe von 14 Schülern und zwei Lehrkräften das ganze Schuljahr hindurch "auf Trab" halten sollte.
Ermöglicht wurde dieses Projekt, das sogar vom Kultusministerium befürwortet wird, durch das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. Auch die Landesanstalt für Aufbauförderung (LfA) unterstützte die Durchführung des Junior-Projekts tatkräftig.
Die erste Hürde war die Entwicklung einer zündenden Geschäftsidee. Dabei war entscheidend, dass jeder einzelne Jungunternehmer sich ihr ganz verschrieb. "Wir machen ein Internetportal für den Landkreis Ebersberg und erstellen Homepages für unsere Kunden." Dieser Einfall erleichterte es den Schülern, Aktionäre für ihr Unternehmen zu finden. Dass die anspruchsvolle Produktidee auf der Gründungshauptversammlung genehmigt wurde, ist ein Indiz dafür, wie kompetent und überzeugend sich die Vierzehn darstellten. Damit begann für alle eine aufregende und arbeitsreiche Zeit, denn Verträge, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Leistungspakete und und und mussten ausgearbeitet und Preise kalkuliert werden. Wie umfassend dieses Projekt ist, zeigte sich an der Vielzahl der Aufgaben: Von der Lohnbuchhaltung, Umsatzsteuererklärung, Verwaltung über die Produktion bis zum Marketing mit dem Schreiben von Rechnungen und der Kontoführung mussten die Jugendlichen aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe alles eigenverantwortlich durchführen.
Eine erste Bewährungsprobe stellte die Verkaufsmesse Mitte Februar in Augsburg dar. Hier präsentierten sich 15 von 57 bayerischen Junior-Startups mit Ständen und einem selbstentwickelten Werbespot. Wir alle konnten hier die Messeatmosphäre mit ihrer Hektik am eigenen Leibe erfahren, was eine gute Vorbereitung für die Teilnahme am Landeswettbewerb war. Aber zum Verschnaufen war danach noch keine Zeit, denn die Halbjahresaktionärsversammlung stand unmittelbar bevor. Vieles musste vorbereitet werden: 70 Einladungen für die Aktionäre, ein vollständiger Geschäftsbericht mit Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung sowie ein Lagebericht. Außerdem mussten sich die Wizards zahlreichen interessierten Fragen stellen, die die Geschäftslage und die Pläne bzgl. einer Fortführung des Unternehmens über die Zeit des Schuljahres hinaus betrafen.
Nun ging es auf den Höhepunkt des Junior-Projekts in Bayern zu. Der Landeswettbewerb in München im Mai erforderte wieder höchsten Einsatz. Nachdem die Schüler wieder einmal einen Messestand gestaltet hatten, mussten sie sich kritischen Fragen der Juroren (aus dem Kultusministerium, von der Bayerischen Börse, dem Bayerischen Rundfunk ...) stellen. Anschließend wurde von den zehn ausgewählten Unternehmen eine fünfminütige Darstellung ihrer AG verlangt, wobei besonders auf Originalität geachtet wurde. Leider reichte es nicht mehr ganz "auf Stockerl" für unsere Wizards, die dennoch eine sehr überzeugende Vorstellung gaben.
Trotz all dieser Termine durfte und darf das Unternehmensziel nicht aus den Augen verloren werden - und nicht zuletzt deshalb, weil die ebe-wizards.de am Ende des Schuljahres zunächst aufgelöst werden muss und die Aktionäre natürlich eine Dividende erwarten. Die Wizards werden also weiter neben ihren Pflichten als Gymnasiasten viele Stunden ihrer Freizeit für den erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres aufwenden. Ein solcher Einsatz wäre ohne ein gut funktionierendes Team und viel Verständnis von Seiten der Kollegen und der Schulleitung zum Scheitern verurteilt gewesen. An dieser Stelle allen herzlichen Dank.
Fazit: Ein außergewöhnliches Projekt, das jedem einzelnen Teilnehmer die Möglichkeit bot, eigene Fähigkeiten und Grenzen zu erkennen und wichtige Schlüsselqualifikationen zu entwickeln (Cornelia Pfeiffer, Ina Hesse).
Schnupperpraktika
Bitte laden Sie sich das Formular [47 KB]
zur Anmeldung zum Praktikum herunter.
Hier [97 KB]
finden Sie ein Anschreiben an die Eltern, das über das Praktikum informiert.
Ein Informationsschreiben für die Betreibe kann hier [62 KB]
geladen werden.
Impressionen vom Schnupperpraktikum 2005/2006
|
|
|
|
|
Zielsetzung
- Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieben soll beiden Seiten Einblicke in die jeweiligen Rahmenbedingungen ermöglichen.
- Erkenntnisgewinnung im Umgang mit jungen Leuten, z.B. bei Projektarbeit, · Beurteilungsmaßstäbe und Aussagekraft einer Schülervita
- Einblicke in die Menschenführung eines Betriebes mit mehreren Generationen
- Zusammenarbeit zwischen Pädagogen und Fachleuten verschiedener Fachrichtungen, Nutzung des Expertenwissens beider Seiten
- Dialog bzgl. der Zielsetzungen von Bildung und Ausbildung
Erfahrungen mit dem Schnupperpraktikum 2005
Schnupperpraktikum – das bedeutete für mich zum einen eine Woche ohne Schule (was mich zunächst sehr positiv stimmte, zum anderen das Auseinandersetzen mit einer Frage, die ich ehrlich gesagt noch nie ernsthaft versucht hatte mir zu beantworten (was die Stimmung wieder etwas dämpfte): „Was will ich eigentlich einmal werden?“ ,was mich dann auch schon zur nächsten Frage führte: „Wie schaffe ich es denn dass ich das , was ich einmal werden will, auch tatsächlich werde?“
In der Vorbereitungsphase vor dem Berufspraktikum haben wir daher viel Zeit damit verbracht, zu erarbeiten, wie man herausfinden kann, welche Berufe einen denn überhaupt interessieren, welche Fähigkeiten einem dafür nützen können , und wie man sich richtig bewirbt, d.h. wie die schriftliche Bewerbung aussehen sollte, aber auch wie man sich bei einem Bewerbungsgespräch verhalten sollte.
Danach begab ich mich also auf die Suche und fand schnell etwas,von dem ich mir vorstellen konnte ,es auch später zu tun. Ich bewarb mich als Einzelhandelskaufmann im Bereich Zoofach, quasi Tierverkäufer und zwar im Bereich Aquaristik/Terraristik. Mein „Arbeitgeber“ hielt mich reichlich beschäftigt und gab mir in nur einer Woche einen ziemlich genauen Einblick in sämtliche Bereiche, die der Beruf umfasst, z.B. die Arbeit rund um das Tier, Kundenberatung etc., wobei ich auch nette bis prägende Erfahrungen machen konnte. Ich konnte z.B. erkennen, dass Regenbogenboas bisweilen recht bissig sein können (erwischt haben sie mich aber nicht), dann lief mir beim Regale Einräumen ein Monate zuvor verschwundener Leopardgecko über den Weg, den ich bei der Gelegenheit gleich wieder in seine ursprüngliche Wohnstätte zurückbrachte, was er mit lautstarkem Fauchen honorierte (eine nette Erfahrung), und dann kam da noch ein Kunde, der mir auf die Frage „Kann ich Ihnen behilflich sein?“ antwortete: „Nein danke, ich schaue nur“, was ihn aber nicht davon abhielt mir fast zwei Stunden lang seine Lebensgeschichte zu erzählen (eine prägende Erfahrung).So konnte ich mir dann ein genaues Berufsbild (v. a. das des Verkäufers aber auch das des Psychiaters) erstellen und mir Gedanken darüber machen, ob ich mich beruflich dahingehend orientieren will. Das Praktikum hat mir – auch wenn es relativ kurz war – also dabei geholfen, mir klarer darüber zu werden, was ich später einmal beruflich machen möchte und wie ich mein Berufsziel erreichen kann (was mich positiv stimmte) und mir eine Woche Schule erspart (was mich noch positiver stimmte). Man kann also sagen, dass es ein sehr lohnendes Projekt war und auf jeden Fall weitergeführt werden sollte.
Tobias Püchner
Schnupperpraktikum 2005 und 2006 aus Lehrersicht
Dieses Jahr vom 17. bis zum 21. Juli fand wieder das inzwischen etablierte Schnupperpraktikum statt, in dessen Rahmen unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe eine Woche lang in einem selbst gesuchten Unternehmen hospitieren und mitarbeiten.
In Zeiten steigender Schülerzahlen an unserer Schule bedeutet dies, dass im Sommer 2006 immerhin 154 junge Menschen eine Praktikumsstelle suchen und finden müssen. Dafür wollen Bewerbungsunterlagen für eine Kurzbewerbung erstellt sein, Betriebe kontaktiert und oft auch Transportfragen geklärt sein. Denn natürlich ist es nicht jedem möglich, in Grafing oder Ebersberg einen Platz zu finden. Zudem zeigt sich, dass ein Großteil unserer Schüler Jahr für Jahr früher mit der Suche beginnt, um die Wunschstelle zu bekommen. Die Lehrkräfte der Fachschaft WR unterstützen dabei nach Kräften, ob es nun um Orientierungsprobleme, praktische Tipps oder auch mal das termingerechte Einfordern von Unterlagen geht.
Welche Aufgaben haben die Praktikanten noch?
Ausnahmsweise gilt während des Praktikums für alle ab dem ersten Fehltag Attestpflicht. Damit wollen wir sicherstellen, dass den Praktikanten bewusst ist, dass das Engagement der „Arbeitgeber“ eine hohe Verbindlichkeit mit sich bringt. Daher ist es auch unbedingt erforderlich, sich nicht nur bei der Schule, sondern auch beim Praktikumsbetrieb rechtzeitig zu melden, wenn doch jemand erkranken sollte. In diesem Bereich konnten wir uns schon im Jahr 2005 sehr verbessern.
Selbstverständlich ist das Führen eines Berichtsheftes, wie dies auch jeder Azubi tun muss. Schließlich dient es nicht nur der Dokumentation für unsere Schüler, sondern auch als Grundlage für den Workshop in der Woche nach dem Praktikum. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht und ausgewertet. Für uns Lehrer ist dies ein wichtiger Termin, da wir schon für das Folgejahr vorplanen und viele Informationen bekommen.
Auch wenn die Organisation und Begleitung des Praktikums für Lehrkräfte und Betriebe aufwändig ist: Es dient der Orientierung für eine spätere Berufswahl und soll auch Einblicke in die Belastungen des Arbeitslebens bieten. Aus den Berichtsheften lässt sich leicht herauslesen, dass dies für die allermeisten Schüler gelingt. Für die Betriebe kann der frühzeitige Kontakt mit Schülern auch im Hinblick auf die spätere Auswahl von Mitarbeitern eine wesentliche Entscheidungshilfe sein.
Wohin zieht es Gymnasiasten? Da ist von der Kunstschlosserei über die Landschaftsgärtnerei bis zur Anwaltskanzlei und physikalischen Forschungsabteilungen, vom Fernsehsender bis zum Großtierarzt und vom Bankgewerbe bis zur Behindertenwerkstatt alles vorhanden. Keinesfalls haben Gymnasiasten Angst, anzupacken und auch mal schmutzige Hände zu bekommen.
Uns Lehrern, die wir während der Praktikumswoche Praktikanten an ihren Arbeitsstellen besuchen, ist es jedes Mal eine große Freude zu sehen, wie aus Jugendlichen Erwachsene werden. Mit herzlichem Dank an alle, die ihren Teil zum Gelingen beitragen, an die helfenden Kollegen, die Eltern und natürlich die Betriebe,
Ina Hesse für die Fachschaft WR
Feedback gesucht
Feedback gesucht, oder: Was kann ich eigentlich besser als andere?
Knapp 40 Schülerinnen und Schüler aus den 10. und 11. Klassen haben im Mai am „Eignungstest Berufswahl“ des gevainstituts teilgenommen. Geva steht hierbei für „Gesellschaft für Verhaltensanalyse und Evaluation mbH“ und bietet – speziell für Gymnasiasten – einen insgesamt 3-stündigen Test an, in dem neben Berufsinteressen auch Begabungen, die Ausprägung von Schlüsselqualifikationen und das schülerspezifische Leistungsprofil geprüft wird. Abschließend werden Berufsvorschläge gemacht.
Das Besondere: Jeder Teilnehmer erhält seine persönlichen Ergebnisse in einem verschlossenen Umschlag, sodass auch gegenüber der Schule der Datenschutz gewährt ist. Und: Um es den Schülern zu ermöglichen, sich besser einzuschätzen, werden ihre Ergebnisse einer repräsentativen Vergleichsgruppe gegenübergestellt und interpretiert. Dabei lassen sich Stärken und Schwächen erkennen – ob es sich nun um überdurchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen, besonders gut ausgeprägten Teamgeist oder Stärken im schlussfolgernden Denken handelt. Besonders interessant bei 180 Minuten Prüfungsdauer: die Konzentrationsfähigkeit.
Tests dieser Art können eine große Hilfe bei der beruflichen Orientierung sein, da die in einem Beruf geforderten Fähigkeiten leichter mit dem eigenen Persönlichkeitsprofil abgeglichen werden können. Sie können auch in Gesprächen mit der Berufsberatung wichtige Grundlagen liefern. Wie gut, dass die Durchführung den Schülern auch noch Spaß gemacht hat. Und das lag wohl nicht nur an den technischen Herausforderungen, die die Stoppuhr für die Lehrerin bereit hielt...
Ina Hesse





