Fachschaft Evangelische Religion

Evangelische Religion am GG

Das Selbstverständnis des Faches

Durch ein ganzheitliches Lernen und Lehren kommen Schüler in einer pluralen und unübersichtlichen Welt mit dem christlichen Glauben ins Gespräch
Kritisches Fragen wird ernst genommen
Gemeinsam werden Antworten gesucht und entfaltet
Sinndeutung und Lebenshilfe werden angeboten, damit Schüler zu sich selbst finden und in der Gesellschaft mündig werden
Der Unterricht eröffnet die Möglichkeit, dem Anruf Gottes in der Bibel und der christlichen Tradition zu begegnen

Beitrag zur gymnasialen Bildung und zur Persönlichkeitsentwicklung

Förderung der Studierfähigkeit durch sachgemäßen und reflektierten Umgang mit wichtigen biblischen und geisteswissenschaftlichen Texten
Den eigenen religiösen Standpunkt formulieren lernen, um im gesellschaftlichen Diskurs die befreiende Botschaft des christlichen Glaubens beitragen zu können
Heranwachsenden in der Begegnung mit Gestalten der Bibel und der Kirchengeschichte in einer schwierigen Phase der Identitätssuche Orientierung geben

Zusammenarbeit mit anderen Fächern

Der Religionsunterricht ist auf Grund seiner dialogischen Offenheit auf fächerübergreifendes Denken und Kooperieren angelegtHier besonders mit dem Fach Katholische Religionslehre

Ziele und Inhalte (u.a.)

Annäherung an ein christliches Gottes- und Menschenbild
Begegnung mit Kirche in ihrer Realität und ihren vielgestaltigen Möglichkeiten
Auseinandersetzung mit existenziellen Glaubens- und Sinnfragen
Begegnungen mit anderen Religionen und Weltanschauungen
Auseinandersetzung mit grundlegenden ethischen Orientierungen
Verständnis für Rolle und Bedeutung religiöser, insbesondere christlicher Traditionen in der Gesellschaft, z.B. in der Bildenden Kunst und in der modernen Literatur
Zugänge zu religiöser Kunst und Spiritualität

Ein Besuch im Kloster

Nachdem alle Schüler mit Frau Lesser-Wintges und Frau Karl-Rückert an der Freien Benediktinischen Kommunität Venio OSB (mitten in München) eingetroffen waren, wurden wir von Schwester Eustochium herzlich begrüßt (Foto 1).
Falls ihr euch jetzt eine Frau in einer schwarzen Kutte vorstellt, wäret ihr sehr überrascht gewesen – die Schwestern der Kommunität Venio tragen nur zu ihren Andachten einen Chormantel, im Alltag gehen sie in Zivil. Außerdem sind sie in den verschiedensten, auch weltlichen Berufen tätig.
Nach der Begrüßung führte uns Schwester Eustochium durchs Kloster, das von der Straße aus übrigens wie ein gewöhnliches Wohnhaus aussieht. Sie zeigte uns die hauseigene Kapelle (Foto 2), wo die täglichen Andachten gehalten werden, das Refektorium (Speisesaal), den Klostergarten …
Anschließend überließ uns die Schwester unserem Schicksal (sprich unseren Lehrerinnen).
In einem eigenen „Seminarraum“ begannen wir auch gleich mit der Annäherung an unser Thema „ Maria Magdalena“. Nach einem Brainstorming ordneten wir unsere gesammelten Erkenntnisse zu einem Schaubild. (Foto 3)
Vor dem Mittagessen fand in der Kapelle ein Mittagsgebet statt. Beim Mittagessen im Refektorium hatten wir Gelegenheit, mit den Schwestern ins Gespräch zu kommen. Einen tieferen Einblick ins Klosterleben gewannen wir dann später bei einem Gespräch mit Schwester Eustochium und Schwester Jana Vlada (einer tschechischen Nonne, die dort ein Kloster aufbauen möchte).
Zurück zum Thema fanden wir, indem wir uns mit der Darstellung Maria Magdalenas in Kunst und Literatur beschäftigten (Foto 4). Der Abschluss des Themas fand in einer angeregten Diskussion über die Rolle der Frau in den christlichen Kirchen statt (wobei wir gelernt haben, dass dies nicht nur in der kath. Kirche ein Problem sein kann).
Nach der anschließenden Vesper aßen wir gemeinsam mit den Schwestern zu Abend. Dieses Essen fand in völliger Stille statt. Wir waren verzweifelt bemüht, alles richtig zu machen und nicht zu laut mit dem Geschirr zu klappern und waren damit wohl so sehr beschäftigt, dass wir mit dem Essen die Letzten waren und die Schwestern auf uns warten mussten...
Im Anschluss daran folgte, wieder in der kleinen Gruppe, ein Fazit des erarbeiteten Themas und unserer gesammelten Eindrücke des Klosterlebens. Vor der Abreise ging es noch einmal in die Kapelle zur Vigil, einer Andacht zum Tagesabschluss.
Für diesen etwas anderen Samstag, der uns Einblicke in unbekanntes Terrain eröffnete und ein interessantes Thema bot, wollen wir uns ganz herzlich bei unserem super zusammen arbeitendem ökumenischen Lehrergespann Frau Karl-Rückert und Frau Lesser-Wintges bedanken.
Marion Frank und Julia Seydel (K13

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