Nach wie vor übt die Chemie auf viele Jugendliche eine große Faszination aus, und eine unserer vornehmsten Aufgaben besteht darin, frühzeitig Neugier und Interesse für naturwissenschaftliche Fragestellungen zu wecken. Das selbständige Experimentieren in unseren Schülerübungen steigert nicht nur Motivation und manuelle Geschicklichkeit, sondern fördert auch umweltbewusstes Vorgehen und Teamarbeit. Zahlreiche Wettbewerbe, an denen einige unserer Schüler sehr erfolgreich teilgenommen haben, bieten zusätzlich ein weites Betätigungsfeld für besonders Interessierte und Engagierte, u.a. "Jugend forscht", "Schüler experimentieren", "Internationale Chemie-Olympiade" und "Carl Friedrich von Martius Umweltpreis" der GSF.

Fachschaft Chemie

Großer Erfolg in Chemie

Andreas Baumann und Florian Raabe erreichen die 3. Runde im Auswahlverfahren für die Internationale Chemie-Olympiade

Nachdem bereits in den beiden vergangenen Schuljahren jeweils zwei Schüler unseres Gymnasiums die 3. Runde des Auswahlverfahrens für die Internationale Chemie-Olympiade erreicht hatten, gelang dieser herausragende Erfolg in diesem Jahr zwei weiteren Schülern. Andreas Baumann (Klasse 11c) und Florian Raabe (K12) haben sich aufgrund ihrer ausgezeichneten Leistungen in den ersten beiden Auswahlrunden nicht nur für das Landesseminar in Trostberg, sondern auch für das Auswahlseminar im März in Köln qualifiziert.
Das vierzehnmonatige Auswahlverfahren für die Internationale Chemie-Olympiade umfasst insgesamt vier Runden.
In der ersten, die jeweils im Juni beginnt, sind Aufgaben zu Hause zu bearbeiten, die zwar an die Klausuren im Unterricht erinnern, aber den Teilnehmer noch mehr fordern. Nur mit einem intensiven Studium der einschlägigen Lehrbücher in der Schul- bzw. Unibibliothek und umfangreichen Internetrecherchen sind vollständige Lösungen zu erreichen.
Die Anforderungen in der zweiten Runde, die von September bis November stattfindet, gehen deutlich über das Schulniveau hinaus. Sie behandeln zum Beispiel thermodynamische oder kinetische Fragestellungen, organische Synthesen und Reaktionsmechanismen.
on mehreren hundert Mitbewerberinnen und Mitbewerbern erreichen insgesamt sechzig das einwöchige Auswahlseminar in Berlin bzw. Köln (3. Runde). Zwei jeweils fünfstündige theoretische Klausuren gilt es zu bewältigen. Darüber hinaus wird ein reichhaltiges Programm geboten: Vorlesungen, Exkursionen, Betriebsbesichtigungen und Theaterbesuche.
In der 4. Runde werden fünfzehn Jugendliche am Kieler Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften eine Woche lang betreut und geschult. Neben zwei theoretischen Klausuren muss man jetzt auch eine praktische im Labor bestehen. Den besten vier Teilnehmern ist nicht nur eine Reise zur nächsten Internationalen Chemie-Olympiade sicher, sondern auch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Partnerschaft mit der Firma Merck

Besonders stolz sind wir auf die Partnerschaft mit dem Institut für Pharmakokinetik und Metabolismus seit dem Jahr 2000.
"Wie lange dauert es eigentlich, bis ein neu entdecktes Arzneimittel die Marktreife erlangt?" "Wie und womit kann man organische Substanzen gezielt radioaktiv markieren?" "Wie viele Semester studiert ein Chemiker, und welche Zukunftsaussichten hat er?" "Könnte man die Zahl der Tierversuche noch weiter reduzieren?" So oder ähnlich lauten die Fragen, die alljährlich anlässlich der Institutsbesichtigungen bei der Firma Merck von unseren Schülerinnen und Schülern gestellt werden. Seit vielen Jahren sind die naturwissenschaftlichen Leistungskurse gern gesehene Gäste in den Grafinger Forschungslabors. Stets erhalten wir sehr fundierte Informationen und interessante Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit, die ganz wesentlich zur Bereicherung des Unterrichts beitragen. Unsere Zusammenarbeit beschränkt sich nicht nur auf gelegentliche Exkursionen. Wenn Kollegiatinnen und Kollegiaten bei der Literatur-Recherche im Rahmen ihrer Facharbeit eine kleine Hilfe oder für die Experimente eine weniger gebräuchliche Substanz benötigen, stehen ihnen die Mitarbeiter dieses Hauses immer hilfsbereit und zuvorkommend zur Seite. Regelmäßig nehmen sie auch als Referenten an den berufskundlichen Abenden teil, die alle zwei Jahre an unserer Schule durchgeführt werden. Darüber hinaus spendet die Firma seit vielen Jahren einen Buchpreis für den Schüler bzw. die Schülerin mit dem besten Abschluss im Chemie-Leistungskurs. Außerdem stellt uns das Institut die wichtigsten Chemikalien zur Verfügung, die wir für unseren Chemieunterricht benötigen. Ein herzliches Dankeschön für die hervorragende Unterstützung! Schule und Arbeitswelt stehen in gemeinsamer Verantwortung für den wissenschaftlichen Nachwuchs, von dem die Zukunft unseres Landes abhängig ist. Nur wenn unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, gemeinsam mit kompetenten Ansprechpartnern die Zusammenhänge zwischen Naturwissenschaften, Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren, können wir eine größere Technologieakzeptanz erwarten. Ich hoffe, dass unsere Partnerschaft auch in den kommenden Jahren dazu beiträgt
(Herbert Lipsky).

Fachprofil Chemie

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